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Australian Open: Nadal hat Chance auf Major-Rekordtitel


Djokovics Niederlage vor Gericht aufgrund seines abgelehnten Visums, der Serbe war ungeimpft eingereist, hat nachhaltige Auswirkungen auf das Turnier. Der 34-jährige Serbe muss bei einem Turniersieg der nun wohl zu Favoriten aufrückenden Daniil Medwedew oder Alexander Zverev seinen Tennisthron vorerst abgeben. Derzeit sind der Russe und der Deutsche die Nummern zwei und drei im ATP-Ranking.

Für Nadal und die anderen Topspieler ist der Ausfall von Djokovic natürlich kein Nachteil. Der Spanier hat im Kampf um die meisten Major-Titel als einziger der „Big Three“ in Melbourne die Chance auf die 21. Trophäe. Allerdings hat Nadal auch komplett gesund nur einen seiner 20 Grand-Slam-Pokale in Australien gewonnen (2019). Viermal stand er noch im Endspiel, zweimal verlor er gegen Djokovic sowie je einmal gegen Wawrinka und Federer.

Caruso ersetzt Djokovic in Melbourne

Die Ausweisung von Novak Djokovic aus Australien hat auch Auswirkungen auf die Australian Open. Der Serbe wird beim Turnier durch den Italiener Salvatore Caruso ersetzt. Zu den großen Favoriten zählen nun Rafael Nadal und Daniil Medwedew.

Die Vorbereitung des 35-jährigen Nadal, der Djokovic in den vergangenen Tagen wegen seiner Anti-Impf-Einstellung deutlich kritisierte, wurde durch eine Covid-19-Erkrankung vor Weihnachten beeinträchtigt. Zwar gewann er ein Turnier in Melbourne auf überzeugende Weise, doch der der Untertreibung nie abgeneigte Mallorquiner erinnerte: „Ich habe in den letzten sechs Monaten nur gerade drei Matches gespielt und seit den French Open nie mehr über drei Gewinnsätze.“

Zverev und Co. in Lauerstellung

Auch sonst ist Nadals Weg hindernisreich. Im Viertelfinale würde voraussichtlich Zverev warten. Der deutsche Olympiasieger scheint reif für seinen ersten Grand-Slam-Titel und ist nun der höchstklassierte Spieler in der oberen Tableauhälfte.

Auf der anderen Seite deutet viel auf einen russischen Finalisten hin, Medwedew dürfte der Topfavorit sein. Er triumphierte bei den US Open erstmals bei einem Major, Hartplatz ist seine beste Unterlage, und im Vorjahr konnte ihn erst Djokovic im Finale stoppen. Sein härtester Rivale könnte Andrej Rublew, die Nummer fünf, sein. Unklar ist, was von Stefanos Tsitsipas zu erwarten ist. Der in Melbourne beliebte Grieche hatte sich im November einer Ellbogenoperation unterzogen.

Österreich nur in Zuschauerrolle

Aus österreichischer Sicht ist der erste Tennishöhepunkt des Jahres ein Trauerspiel: Dominic Thiem ist als Finalist von 2020 wegen der Langzeitfolgen seiner Handgelenksverletzung noch nicht am Start. Der ehemalige Weltranglistendritte, der Ende Jänner in Südamerika auf die Tour zurückkehren will, wird sich dann voraussichtlich außerhalb der Top 50 wiederfinden.

Dennis Novak konnte wegen einer Coronavirus-Erkrankung die Qualifikation nicht spielen, Jurij Rodionov schied in der zweiten Qualirunde aus, Julia Grabher bei den Damen in der dritten.

Damen-Turnier ohne Serena Williams

Auch im Damen-Einzel fehlt eine Major-Rekordjägerin. Serena Williams, die nur zu gerne gerade in Australien ihren 24. Grand-Slam-Titel geholt und damit Margaret Court eingeholt hätte, hatte schon im Dezember aus Fitnessgründen abgesagt. Für die 40-jährige US-Amerikanerin wird ein weiterer Major-Titel immer unwahrscheinlicher, Gleiches gilt auch für den fast gleich alten Federer.

Ashleigh Barty ist „down under“ die Favoritin. Die regierende Wimbledon-Siegerin, die 2019 auch die French Open gewann, hat in Melbourne allerdings nur ein Semifinale (2020) als bisher bestes Ergebnis stehen. Eine der interessantesten Partien könnte ein mögliches Achtelfinale zwischen der Australierin und Japans Star Naomi Osaka werden. Osaka ist Titelverteidigerin und holte auch schon vor drei Jahren in Melbourne die Trophäe.

Bereits in der ersten Runde kommt es zum Kracher zwischen der britischen US-Open-Siegerin Emma Raducanu und der US-Amerikanerin Sloane Stephens, die 2017 in Flushing Meadows triumphiert hatte. Bei den Frauen gilt noch mehr als bei den Männern, dass eine Überraschung immer möglich ist – wie etwa der Lauf von Jennifer Brady (USA) bis ins Vorjahresfinale.



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