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Bundesliga: Salzburg kann bereits Meister werden


Sollten die Hütteldorfer gewinnen und gleichzeitig Salzburg in Wien gegen die Austria drei Punkte einfahren, wäre der neuerliche Meistertitel der „Bullen“ auch rechnerisch fixiert. „Dass wir unter Umständen schon an diesem Wochenende Meister werden können, spielt in der Vorbereitung absolut keine Rolle“, erklärte Salzburg-Trainer Matthias Jaissle in einer Clubaussendung. „Dazu müsste ja schon auch ein bisschen was zusammenkommen. Wir müssen uns auf unser Spiel und unsere Leistung konzentrieren.“

Die Austria werde seiner Mannschaft sicher nichts schenken, betonte Jaissle, der wohl neuerlich auf Kreativspieler Brenden Aaronson (Knie) verzichten muss. „Die Austria ist ein sehr unangenehmer Gegner und nicht leicht zu spielen. Da müssen wir schon voll bei der Sache sein, um unsere Serie fortzusetzen.“ Der Jungtrainer erinnerte: „Überhaupt tritt die Austria, trotz der Niederlage gegen Sturm, seit Monaten sehr stabil auf und ist mittendrin im Kampf um internationale Startplätze.“

Lizenzthema dominiert bei Austria

Bei der viertplatzierten Austria sollen die Negativschlagzeilen um die Lizenzverweigerung seitens der Bundesliga mit einer ansprechenden Vorstellung in den Hintergrund gedrängt werden. Das wirtschaftliche Thema warfare am Freitag vorherrschend, an der Seite von AG-Vorstand Gerhard Krisch kam Trainer Manfred Schmid nur spärlich zu Wort.

Bundesliga, 27. Runde

Sonntag, 14.30 Uhr:

Austria – Salzburg

Generali Arena, SR Ciochirca

Mögliche Aufstellungen:

Austria: Pentz – Ivkic, Mühl, Schoissengeyr, Galvao, Suttner – Martel, Braunöder, Fischer – Jukic, Djuricin

Salzburg: Köhn – Kristensen, Solet, Wöber, Ulmer – Capaldo, Camara, Sucic, N. Seiwald – Adeyemi, Okafor

„Es ist natürlich enttäuschend, wenn ich hier sitze und über den sportlichen Bereich wenig Fragen gestellt bekomme“, sagte Schmid. „Aber für uns ist es wichtig, dass wir uns auf die Aufgabe konzentrieren, die wir beeinflussen können. Wir versuchen, sportlich in den verbleibenden sechs Spielen wirklich alles reinzuhauen, dann wird es eine erfolgreiche Saison sein, über die man noch lange reden wird.“

Ersten beiden Duelle knapp an Salzburg

Die Mannschaft habe auf die Lizenzsache „gar nicht reagiert“, so Schmid. Er wertet das als gutes Zeichen. Mut geben den Violetten die beiden bisherigen Saisonduelle, die jeweils nur knapp mit 1:0 durch Tore von Karim Adeyemi an Salzburg gingen. „Die Jungs brennen auf das Spiel, sie haben die knappen Niederlagen nicht vergessen.“

Beim ebenfalls knappen 0:1 in Graz riss zuletzt die sieben Spiele andauernde Ungeschlagenserie der Austria. Dass sein Team gegen die „Champions-League-Mannschaft“ auf Topniveau agieren muss, ist Schmid bewusst, die Aufgabe ist laut ihm trotzdem eine schöne. „Für unsere Jungs ist es traumhaft, sie können gegen die Besten in der Liga spielen, für die Entwicklung unserer Mannschaft ist das wichtig.“ Die Austria hat die jüngsten vier Duelle seit einem 2:2 zu Hause im Februar 2020 mit dem Torverhältnis von 1:7 verloren. In den vergangenen 26 Ligaduellen gelangen nur zwei Siege. Der letzte Punkteverlust der Salzburger in der Meistergruppe (1:1 WAC) ist acht Spiele her.

Sturm will Rapid auf Distanz halten

In der Merkur Arena steht nicht das Rennen um Platz eins, sondern jenes um Platz zwei im Mittelpunkt. Sechs Runden vor Schluss liegt Sturm fünf Zähler vor Rapid an der zweiten Stelle, einen weiteren Punkt dahinter folgt die Austria. Der Vizemeister startet im Sommer in der Champions-League-Qualifikation, der Dritte hat einen Platz im Europa-League-Play-off sicher, sofern Salzburg das Cupfinale gegen Ried gewinnt. Auf den Vierten hingegen wartet eine beschwerliche Conference-League-Qualifikation.

Bundesliga, 27. Runde

Sonntag, 14.30 Uhr:

Sturm – Rapid

Merkur Arena, SR Kijas

Mögliche Aufstellungen:

Sturm: Siebenhandl – Gazibegovic, Affengruber, Wüthrich, Dante – Gorenc-Stankovic, Sarkaria, Kiteishvili, Prass – Jantscher, Höjlund

Rapid: Hedl – Stojkovic, Aiwu, Okay. Wimmer, Moormann – Grahovac, Ljubicic – Schick, Demir, Grüll – Zimmermann

Daher liegt es auf der Hand, dass Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer nach den hohen Tabellenregionen strebt. „Je weiter vorne, desto besser“, sagte der Ex-ÖFB-Teamspieler. Allerdings sieht Feldhofer die Grazer im Kampf um Endrang zwei in der besseren Ausgangslage. „Es scheint so“, meinte der frühere Verteidiger auf die Frage, ob Sturm derzeit die zweite Kraft in Österreich sei. „Sie halten sich schon länger auf diesem Platz, haben den Umbruch, den neuen Weg schon früher eingeleitet.“

Dennoch sieht Feldhofer für seine Truppe gute Chancen. „Wir sind seit dem letzten Spiel gegen Sturm (2:2 im Februar in Graz, Anm.) sicher nicht schlechter geworden, ganz im Gegenteil. Am Sonntag ist alles drin, ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch in Graz gewinnen können.“

Heimsieg gegen WAC gibt Rapid Kraft

Das 2:1 über den WAC am Sonntag brachte zusätzliches Selbstvertrauen. „Nach dem letzten Spiel haben wir sehr viel Lob bekommen. Der Weg, den wir gehen, wird honoriert. Da kann wieder eine Kraft entstehen gemeinsam mit unseren Fans, dass wir wieder für Erfolge und Siege stehen“, erklärte Feldhofer.

Die Personalsituation bei Rapid entspannte sich zuletzt leicht, so kehrt etwa neben dem gesperrt gewesenen Marco Grüll auch Ferdy Druijf wieder in den Kader zurück. Ein anderer, nicht namentlich genannter, aber ebenfalls mit Covid-19 infizierter Akteur muss sich jedoch aus Sicherheitsgründen beim Training zurücknehmen. Zudem fehlen sieben Spieler weiterhin verletzt, darunter Goalie Paul Gartler, der kommende Woche wieder einsteigen soll. Dafür wird Christopher Dibon wie in der Vorwoche dabei sein. „Er ist ein extrem wichtiges Puzzleteil und kann uns nicht nur auf dem Platz helfen“, sagte Feldhofer über den Veteran.

Der Rapid-Coach kehrt nun schon zum wiederholten Male an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück. „Das ist nicht wirklich mehr etwas Besonderes, das warfare jetzt schon so oft“, meinte der frühere WAC-Coach, der als Spieler elf Jahre bei den „Blackys“ verbrachte.

Sturm hofft auf ausverkauftes Haus

Für die Partie waren bis Freitagnachmittag 14.000 von 15.400 aufgelegten Tickets abgesetzt, bei Sturm hoffte man auf das erste ausverkaufte Heimmatch seit Langem. „Spiele gegen Rapid sind immer etwas Besonderes“, meinte Coach Christian Ilzer. Der Steirer erwartet laut eigenen Angaben ein Match mit „vielen Duellen, hoher Intensität und harten Zweikämpfen“. Das bisher letzte Kräftemessen sei eine „Tempobolzerei“ gewesen. „Da warfare jeder Meter umkämpft, und damit rechne ich auch am Sonntag. Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die ähnlich aktiv gegen den Ball arbeiten, aber auch ihr Spiel auf den Platz bringen wollen“, erklärte Ilzer.

Rapids Sieg über den WAC trotz 17 Ausfällen nötigte dem früheren Austria-Betreuer Respekt ab. „Sie haben die schwierige Personalsituation sehr intestine bewältigt. Die Startelf hat auch gezeigt, welche Qualität Rapid im Kader hat.“



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