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Fußball: Wacker steckt tief im finanziellen Sumpf


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Wacker Innsbruck kämpft finanziell immer mehr ums Überleben. Laut einem Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ nehmen die Zahlungsrückstände des Zweitligisten mittlerweile bedrohliche Ausmaße an, der Traditionsclub steckt tief im Sumpf. Auch, weil eine versprochene Finanzspritze eines Investors noch auf sich warten lässt.

Wie die „Tiroler Tageszeitung“ (Dienstag-Ausgabe) berichtete, soll Wacker Innsbruck unter anderem seit Mai 2021 keine Zahlungen mehr an die Olympiaworld getätigt haben. Die Schulden beim Betreiber des Tivoli Stadions betragen angeblich insgesamt 310.000 Euro. Laut „Kronen Zeitung“ wurde der offene Betrag aber noch nicht gerichtlich fällig gestellt.

Die Summe sei „in Absprache mit Stadt und Land“ eingemahnt worden, sagte Olympiaworld-Geschäftsführer Matthias Schipflinger der „Krone“: „Das ist der vorletzte Schritt.“ Im Notfall sollen die ausstehenden Zahlungen eingeklagt werden. Die Olympiaworld steht jeweils zur Hälfte im Besitz von Stadt und Land Tirol.

Das Tivoli-Stadion in Innsbruck


GEPA/Patrick Steiner

Die Miete für das Tivoli Stadion ist Wacker laut „TT“-Bericht schon seit bald einem Jahr schuldig

Spieler sollen Miete selbst zahlen

Nicht nur die Stadionmiete bringt den Tabellenneunten der Admiral 2. Liga derzeit in die Bredouille, auch die Wohnungs- und Hausvermieter der Spieler sollen seit Monaten auf Zahlungen des Clubs warten. Um einem möglichen Rauswurf zuvorzukommen, wurden laut „TT“ einige Profis aufgefordert, den ausstehenden Betrag aus der eigenen Tasche zu begleichen.

Außerdem sollen Zahlungen beim Catering, der Security-Firma, bei Operationskosten, Spielervermittlern, Profis, Mitarbeitern oder beim Ausrüster ausstehen. Die Bundesliga verkündet am 13. April ihre erste Bestandsaufnahme zur Erteilung der Lizenzen, eine Spielgenehmigung für die Innsbrucker in erster Instanz scheint unmöglich.

Investment lässt auf sich warten

Im Februar hatten die Tiroler mit dem deutschen Investor Thomas Kienle einen Partner vorgestellt, der die akuten finanziellen Probleme des Clubs lösen soll. Der Unternehmer aus dem Medizinsektor bezeichnete seinen Einstieg aufgrund seiner „Nähe und Verbundenheit zu Tirol“ als „Herzensangelegenheit“, die so dringend benötigte Finanzspritze lässt anscheinend aber noch auf sich warten. Sollte diese ausbleiben, droht der Gang in den Amateurfußball.



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