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NBA Playoffs, Preview – Miami Heat vs. Atlanta Hawks: Wie weit geht es für die One-Man-Show Trae Young?


1-Seed gegen 8-Seed, eine beinharte Defense gegen einen Trae Young in Bestform, die Scharfschützen aus Miami gegen die miese Verteidigung der Hawks. Die Rollen sind vor der Erstrundenserie Miami vs. Atlanta klar verteilt, auch aufgrund personeller Fragezeichen.

Spiel 1 der Serie zwischen den Heat und Hawks findet am Sonntag, den 17. April, um 19 Uhr deutscher Zeit statt und wird stay auf DAZN übertragen. Den kompletten Spielplan zu allen Serien findet Ihr hier. Und hier könnt Ihr nachlesen, welche Partien sonst noch beim Sportstreamingdienst zu sehen sind.

NBA Playoffs – Heat vs. Hawks: Die Ausgangslage

Die Heat haben sechs ihrer letzten sieben Regular-Season-Spiele für sich entschieden und sich damit Platz 1 in der Eastern Conference – und somit einen potenziellen Heimvorteil bis zu den Finals – gesichert. Der Vorsprung auf Boston, Milwaukee und Philadelphia betrug zwei Spiele.

Die Addition des zuletzt stark aufspielenden Kyle Lowry vor der Saison verschaffte dem Spiel der Heatles ein neues Element und mehr Struktur. Gemeinsam mit Topscorer Jimmy Butler (21,4 Punkte), einer Vielzahl an Shootern sowie einer switch-freudigen Defense rund um P.J. Tucker und Bam Adebayo (viertbestes Defensiv-Rating, drittwenigste erlaubte Punkte) entpuppte sich Miami wieder einmal als äußerst unangenehmer Gegner. Und das wird auch in den Playoffs so bleiben.

Während die von einigen kleineren Wehwehchen geplagten Heat zuletzt eine Woche die Füße hochlegen konnten, ging es für die Hawks voll zur Sache: Mit einem starken Schlussspurt hat sich Atlanta letztlich souverän für das Play-In-Turnier qualifiziert und dort nach dem lockeren Sieg gegen Charlotte auch die Cavaliers niedergerungen.

Gegen arg verletzungsgebeutelte Cavaliers waren in der zweiten Halbzeit Heldentaten von Trae Young notwendig, um die Hawks in die Postseason zu hieven. 32 seiner 38 Punkte erzielte der Point Guard nach dem Pausentee und machte damit nahezu im Alleingang ein 16-Punkte-Defizit auf dem Weg zum 107:101-Erfolg wett. Und die Last, die das kleine Offensiv-Genie schultern muss, wird gegen Miami tendenziell eher noch größer werden.

Nachdem bereits Lou Williams (verpasste gegen Cleveland das fünfte Spiel in Folge wegen Rückproblemen) und John Collins (absolvierte seit Mitte Februar nur vier Spiele aufgrund von Verletzungen an Fuß und Finger) ausfielen, musste mit Clint Capela eine weitere Stütze das Spielfeld verlassen. Der Center überdehnte sich das Knie, trotz Optimismus scheint sein Mitwirken gegen Miami völlig offen.

NBA Playoffs – Heat vs. Hawks: Zahlen und Fakten

Stat Heat Hawks
Bilanz Regular Season 53-29 43-39
Offensiv-Rating (Platz) 113,0 (12) 115,4 (2)
Defensiv-Rating (Platz) 108,4 (4) 113,7 (26)
Net-Rating (Platz) +4,5 (6) +1,6 (14)
Direkter Vergleich 3-1 1-3

NBA Playoffs 2022: So gewinnen die Heat die Serie

Das Key Matchup für die Heat lautet ganz klar Kyle Lowry vs. Trae Young. Die Hawks stellen die zweitbeste Offensive der Liga, was zu gefühlt 99,9 Prozent mit der Personalie Young zusammenhängt. Dass Lowry dazu in der Lage ist, einen gegnerischen Star an die Kette zu nehmen, hat er in Toronto zur Genüge unter Beweis gestellt. Jetzt ist er aber 36 Jahre alt, Young ist 23. Auszuschalten ist dieser sowieso nicht, es würde aber auch schon reichen, den Hawks-Star zumindest einzuschränken.

Und auch am anderen Ende des Feldes sollte Young im Fokus stehen. Denn: Es gibt bei allem Lob wenige Spieler in der NBA, die derart angreifbar sind. Aus Sicht von Miami muss Young attackiert, um Blöcke gejagt (Miami führt die Liga bei der Trefferquote von Eckendreiern an!) und in Pick’n’Roll-Aktionen verwickelt werden, um ihn auszulaugen und im Idealfall in Foul-Probleme zu bringen.

Zudem sieht es nicht danach aus, als würde die Gesundheit dem Team vom South Beach einen Strich durch die Rechnung machen: Tucker, der die finalen beiden Spiele der Regular Season mit Wadenproblemen aussetzten, erklärte am Mittwoch, dass er bereit für die Playoffs sei. Adebayo musste sich in der Vorwoche ins Covid-Protokoll begeben, auch er sollte rechtzeitig zurückkehren. Herro setzte am vergangenen Sonntag gegen die Magic aus (linkes Knie), was in erster Linie eine Vorsichtsmaßnahme gewesen sein dürfte.

NBA: Der Kader der Miami Heat

Point Guard Shooting Guard Small Forward Power Forward Center
Kyle Lowry Duncan Robinson Jimmy Butler P.J. Tucker Bam Adebayo
Gabe Vincent Tyler Herro Max Strus Markieff Morris Deayne Dedmon
Victor Oladipo Mychal Mulder Caleb Martin Haywood Highsmith Omer Yurtseven
Ja’Vonte Smart Udonis Haslem

NBA Playoffs 2022: So gewinnen die Hawks die Serie

Um den Weg zu einer engen Serie aus Hawks-Sicht zu ermitteln, braucht es keine Raketenwissenschaft. Nahezu alle Hoffnungen ruhen auf dem Namen Trae Young. In Top-Form kann er der beste Spieler der Serie sein und in Teilen kompensieren, dass die Heat ansonsten in allen Belangen überlegen sind. Im Januar legte er beim einzigen Sieg der Saison gegen Miami 28 Punkte auf, diese wird es nun auch brauchen – mindestens.

Eine Rückkehr von Collins scheint unwahrscheinlich, einer schnellen Rückkehr von Capela (,die möglich scheint) kommt somit eine umso größere Bedeutung zu. Ohne den Schweizer würde Sophomore Onyeka Okungwu ins Starting Lineup rücken und Gorgui Dieng seinen Backup geben. Neben Bogdan Bogdanovic, dessen Leistungen zuletzt Mut machten, und mit Abstrichen Delon Wright fehlt es ansonsten an verlässlichen Bankspielern.

Und zumindest eine Statistik dürfte die Hawks noch zuversichtlich stimmen: Sollten sie die Spiele lange eng halten können, ist was drin. Miami stellt lediglich die 24. beste Offense in der Crunch Time und 21. beste im Schlussviertel. Butler hin, Atlantas schwache Defense her – DER Shot-Creator schlechthin fehlt den Heat. Auf der anderen Seite stellen die Hawks seit März die fünftbeste Offensive im vierten Viertel (132,3 Punkte, +13,6 Net-Rating).





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