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Waldbrände im US-Bundesstaat Colorado – news.ORF.at


Im US-Bundesstaat Colorado sind bei Waldbränden hunderte Häuser zerstört worden. „Wir wissen, dass etwa 370 Häuser im Stadtteil Sagamore zerstört wurden. Es ist möglich, dass 210 Häuser in der Altstadt von Superior zerstört wurden“, sagte der Polizeichef von Boulder County, Joe Pelle, bei einer Pressekonferenz. Der Gouverneur von Colorado, Jared Polis, rief den Notstand aus.

Waldbrände im Winter sind in der Region sehr ungewöhnlich. Allerdings leidet Colorado unter einer Dürre, die das Gebiet anfällig für Waldbrände gemacht hat. Durch Sturmböen umgestürzte Stromleitungen hatten eine Reihe kleinerer Brände entfacht, die sich in der staubtrockenen Landschaft von Boulder County ausbreiteten. Die Winde erschwerten auch die Löscharbeiten. Die 20.000 Einwohner zählende Stadt Louisville und die 13.000 Einwohner von Superior wurden aufgefordert, die Region zu verlassen. Der Nationale Wetterdienst bezeichnete die Situation als „lebensbedrohlich“.

Im nördlichen Bundesstaat Alaska warnten die Behörden unterdessen vor einem „Icemageddon“ (in Anspielung auf das Wort „Armageddon“ für ein absolutes Desaster). Damit meinten sie die plötzlichen Eismassen, die Straßen in der Stadt Fairbanks blockierten. Stunden zuvor hatte das Thermometer auf der Insel Kodiak im Süden Alaskas 19,4 Grad Celsius erreicht – ein historischer Wärmerekord für den Dezember in dem Bundesstaat. Dabei fiel so viel Regen wie seit Jahrzehnten nicht mehr, der am Boden gefror, als die Temperaturen wieder unter Null sanken.

Die Wetterkapriolen mit Schnee und Regen haben auch im Bundesstaat Washington sowie in Kalifornien für Verkehrsprobleme und Evakuierungen gesorgt.

Wissenschaftler führen das zunehmend unberechenbare Extremwetter der vergangenen Monate in den USA auf den menschgemachten Klimawandel zurück. Sowohl Waldbrände als auch Stürme nehmen in ihrer Intensität zu und verursachen hohe Schäden.



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