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Waldviertel – Greenpeace: Training auf der Staumauer



Das Besetzen von Kraftwerken durch Umwelt-Aktivisten und das Aufhängen von Transparenten muss trainiert werden, damit es im Ernstfall auch wirklich intestine gelingt. So treffen sich die Kletterer von Greenpeace regelmäßig zum Training. In den Osterferien verbrachte eine Gruppe von ihnen zwei Tage im Waldviertel, wo sie am Gelände des Hobbysportvereins in Hollenbach (Waidhofen/Thaya) und am Karfreitag auch auf der Staumauer des EVN-Kraftwerks Ottenstein trainierten. Während das Abseilen schon mutig ist, birgt das koordinierte Aufhängen von Transparenten für eine Gruppe eine besondere Herausforderung.

„Das struggle für manche, die noch nicht so lange bei dieser Kletterer-Gruppe dabei sind, eine große Herausforderung, weil sich die Staumauer nach innen wölbt. Durch diese Gewölbesperre hängt man viele Meter lang zu weit weg von der Mauer, um sich mit den Füßen zu stabilisieren, man hängt in der Luft“, weiß EVN-Sprecher Stefan Zach.

Die Staumauer, hinter der 73 Millionen Kubikmeter Kampwasser auf ihren Einsatz zur Stromerzeugung warten, wurde bereits des Öfteren als Übungsgelände benutzt, nicht nur Greenpeace trainiert hier seit Jahren.

„Egal ob Staumauer, Windrad oder Kernkraftwerk – wir stellen unsere Anlagen gerne für Übungszwecke zur Verfügung“, so EVN-Sprecher Stefan Zach, der regelmäßig neben Greenpeace und anderen NGOs auch österreichische Einsatzkräfte von Polizei, Bundesheer und Feuerwehren in den Kraftwerksanlagen betreut.

Die Sicherheit hat oberste Priorität

„Mit unseren gewaltfreien Aktionen stellen wir uns gegen diejenigen, die Klima und Natur zerstören. Sicherheit hat dabei für uns oberste Priorität. Es gibt nur wenige Orte wie hier in Ottenstein, an denen wir unter kontrollierten Bedingungen für unsere Kletteraktionen trainieren können“, sagt dazu Nina Geyer, Aktivistin bei Greenpeace in Österreich.

Kennengelernt hat EVN- Sprecher Stefan Zach die Kletterer von Greenpeace vor rund zwölf Jahren. Greenpeace wollte zu Übungszwecken ein Kraftwerk besetzen. „Seither haben die Kletterer sicher schon drei bis vier Mal hier auf der Staumauer trainiert“, so Zach. Bereits bei früheren Kraftwerksbesetzungen hätten sie sich näher kennengelernt, als er mit Kaffee und Kuchen aufgewartet hatte. „Wir hatten viele schöne Gespräche. Auch wenn wir andere Wege gehen, haben wir doch dieselben Ziele: Unseren Kindern und Enkelkindern eine gute Welt zu hinterlassen“, so Zach. Man könne Differenzen auch ohne Streit und Konflikt lösen, ist er sicher. Und im Gespräch mit den Aktivisten von Greenpeace hätte er auch viel erfahren, viel für sich gelernt, das wäre auch gegenseitig so, sagt er zur NÖN.





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