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Wie es nach Freiburgs Einspruch weitergeht


Muss der FC Bayern München jetzt um die drei Punkten des 4:1-Sieges gegen den SC Freiburg bangen? Die Breisgauer haben gegen die Wertung des Spiels Einspruch eingelegt, weil der Rekordmeister kurzzeitig zwölf Spieler auf dem Platz hatte. So geht es jetzt weiter.

Der SC Freiburg begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass der Fall erst geprüft werde, wenn sie selbst aktiv werden würden.

Ein Motiv für den Einspruch sei es, für die Zukunft “Rechtssicherheit in vergleichbaren Fällen” zu schaffen. Nun liegt der Fall in der Zuständigkeit des Sportgerichts des DFB.

Das DFB-Sportgericht ist die erste sportrechtliche Instanz des Verbandes und zuständig für Verstöße von Akteuren des Fußballs gegen Rechtsvorschriften des DFB und der DFL.

Vorsitzender des Sportgerichts ist seit März 2022 Stephan Oberholz, darüber hinaus gibt es 35 weitere Mitglieder. Oberholz hatte bereits den Vorsitz beim Verfahren wegen des Spielabbruchs der Partie zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach, nachdem Schiedsrichterassistent Christian Gittelmann von einem Becher getroffen wurde.

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Zunächst wird das Sportgericht Stellungnahmen der Beteiligten einholen, die anschließend ausgewertet werden. Erst dann wird das Gremium über das weitere Vorgehen entscheiden. Aktuell gibt es keine Angaben zum Zeitraum, in dem eine Entscheidung fallen soll. Möglich sind eine schriftliche und eine mündliche Verhandlung. In der Vergangenheit hat das Gericht bei wichtigen und umstrittenen Themen im Sinne der Transparenz zu einer mündlichen Verhandlung tendiert.

Wenn das Urteil verkündet wird, gibt es die Möglichkeit, innerhalb einer Woche Berufung einzulegen. Dann würde der Fall vor dem Bundesgericht verhandelt werden. Dieses Urteil ist dann verbandsintern endgültig. Vorsitzender des DFB-Bundesgerichtes ist seit 2013 Achim Späth.

Aktuell gibt es drei mögliche Konsequenzen: Das 4:1 bleibt bestehen, der DFB setzt eine Wiederholung des Spiels an oder der SC Freiburg gewinnt mit 2:0 am Grünen Tisch.

Beim FC Bayern München sieht man der Entscheidung allerdings entspannt entgegen. “Wir sind überzeugt, dass das DFB-Sportgericht nach den anwendbaren Regelungen nur zu einer Entscheidung kommen kann: Die Wertung unseres 4:1-Sieges bleibt erhalten”, sagte Michael Gerlinger, Vizepräsident Sports Business und Competitions, der dpa. Selbst Expertinnen und Experten sind sich allerdings unsicher, welche Paragrafen für den faktisch vorliegenden Regelverstoß anzuwenden sind. Insofern ist aktuell alles offen.





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